Next Stop: Dream City (2022)
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Das Bühnenprojekt Dream City der CocoonDance Company in der Spielzeit 2019/20 beschrieb die Vision einer Stadtgesellschaft, in der sich diverse Identitäten frei entfalten. Der Titel war dem Essay Speaking in Tongues der englischen Schriftstellerin Zadie Smith entlehnt, die ihre "Traumstadt" so beschreibt: "Sie ist ein vielstimmiger Ort, wo die einheitliche, einzigartige Identität illusorisch ist. Wenn einem die persönliche Vielfältigkeit fast schon zu eindeutig ins Gesicht geschrieben steht, in die Gene, ins Haar und in das Nicht-Fisch-nicht-Fleisch-Beige der Haut - nun, dann sieht doch jeder, dass man aus Dream City stammt. In Dream City ist alles doppelt, alles vielfältig. Es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als Grenzen zu überschreiten und in Zungen zu reden.“ Die künstlerische Grundlage dieses Projektes basierte vor allem auf der Erforschung der Bewegungsqualität „anderer Körper“, die für die choreografische Arbeit von CocoonDance so weitreichend geworden ist. In Dream City trafen die Tänzer*innen von CocoonDance auf Kinder und Jugendliche der Junior Ensembles in Bonn und Monthey, Urban-Tänzer und Parkour-Künstler sowie den DJ-Soundkünstler Franco Mento.
In Zusammenarbeit der Choreografin Rafaële Giovanola mit vielfältigen Gruppen von Bonner Bürger*innen und der Junior Company Bonn erfährt das jetzt daran anknüpfende Vermittlungs- und Kunstprojekt Next Stop: Dream City eine Neuentwicklung im Sinne einer Kunstform des Austauschs, in der so verschiedenste Bewegungsqualitäten und Körperbilder in die choreografische Arbeit einfließen und bereits bei Workshops und Proben im öffentlichen Raum wie auch im Theaterraum sichtbar werden.
Entscheidend für das Projekt ist der Grundsatz, dass Vermittlung und kreativ künstlerischer Prozess untrennbar verbunden sind und über Formen ganzheitlicher Kunstvermittlung eine diverse und tanzende Community in Bonn wachsen und nachhaltig bestehen kann. So findet die Company einmal mehr den Weg heraus aus dem Theater und baut die Zusammenarbeit mit verschiedenen urbanen Gruppierungen und Akteur*innen aus.